Gute Pillen – Schlechte Pillen: 2009 / 03 S. 08a

Kurz und knapp:

Gebären:
Essen erlaubt

Ein Kind zu gebären, ist schwere Arbeit. Und manchmal dauert sie lange. Dennoch sollen Frauen während der Geburtswehen nicht essen, so die landläufige Meinung. Der Grund: Falls im Notfall eine Narkose nötig ist, könnte die Frau sich übergeben und Nahrung in die Luftröhre geraten. Dieses Risiko ist aber minimal.

Deshalb ist eine Studie mit 2500 so genannten Erstgebärenden zum Thema Essen während der Wehen wichtig.1 Das Ergebnis: Kleinere Mahlzeiten mit Keksen, Brot, Gemüse, Obst, Jogurt oder Fruchtsaft haben keine negativen Auswirkungen auf den Geburtsverlauf.

Weder die Dauer der Geburt, der Zustand des Babys noch die Häufigkeit von Zangengeburt oder Kaiserschnitt war bei denjenigen Frauen, die etwas essen durften, ungünstiger als bei denjenigen, die nur Eiswürfel oder Wasser zu trinken bekamen. – Sofern mit einer unkomplizierten Geburt zu rechnen ist, spricht also nichts gegen den ein oder anderen Happen; zumal Geburtshelfer im Notfall heutzutage fast immer eine örtlich begrenzte Anästhesie gegenüber der Vollnarkose bevorzugen.


Quellen
1    G. O’Sullivan, u.a., British Medical Journal (2009) 338: b784; doi:10.113/bmj.b.784
2    Metastasen = Tochtergeschwülste
3    Myint, PK u.a., BMJ (2009), 338: b349; Beobachtungszeitraum im Mittel 11,5 Jahre
4    www.internisten-im-netz.de/de_fokus_678_97.html
5    Van Rensburg, KJ u.a. Psychopharmacology (2009) 203, 589-598; doi 10.1007/s00213-008-1405-3
6    multiMEDvision, Pressebericht „Cystus® 052: Wirksame pflanzliche Alternative bei Schweinegrippe“,
      28. Apr. 2009
7    www.deutsche-diabetes-gesellschaft.de Nov. 2008; Zimt ist nicht geeignet für Diabetestherapie
8    H.P.T. Ammon: Zimt bei Typ-2-Diabetes, Diabetologie und Stoffwechsel 2008, 3 (5) S. 296-300
 


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