Gute Pillen – Schlechte Pillen: 2008 / 03 S. 02

Liebe Leserin, lieber Leser,

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von unserem Cartoonisten hatten wir ja nichts Anderes erwartet: Die Redaktion ist bemüht beim Thema Wespenstich sachlich zu informieren, und er übertreibt maßlos. Eklige Beulen am Kopf – zu groß, zu rot, extrem viele (Seite 9).

Auf diese Übertreibung waren wir – und sicher auch Sie – also durchaus vorbereitet. Andere  machen Staunen. Etwa die Folgen übertriebener Hygiene, mit der Probleme zwischen den Pobacken nicht etwa behoben, sondern erst richtig gefördert werden (Sei-te 12). Oder die übertriebene Rücksichtnahme auf die wirtschaftlichen Interessen von Arzneimittelfirmen – auf Kosten des Verbraucherschutzes (Seite 8). Unglaublich!

Als übertrieben haben sich übrigens nun die Erwartungen an jene teuren Bezüge erwiesen, die Allergiker vor Milbenkot schützen sollen (Seite 4).  Ebenso übertrieben erscheinen die Hoffnungen, die vom Hersteller eines bestimmten Cholesterinsenkers gewinnbringend geschürt wurden (Seite 3).

Dass in der Werbung übertrieben, mit Zauberformeln getextet und sogar mit falschen Zahlen gearbeitet wird, wen wundert’s (Seite 16).  Aber getoppt wurden all diese Übertreibungen dann doch von einer anderen: Wir haben sie „Telefon-Forschung“ getauft  (Seite 5). In diesem Fall von Forschung zu sprechen, scheint uns faustdick übertrieben. Aber lesen Sie selbst, mit welcher Masche ganz off ensichtlich der Umsatz eines Ginkgo-Präparats gesteigert werden soll.

Ich finde, ein kritischer Blick kann durchaus unterhaltsam sein.

Ihre Dr. Elke Brüser


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