Gute Pillen – Schlechte Pillen: 2015 / 06 S. 03

Liebe Leserin, lieber Leser,

© R. Brinkmann

im Oktober 2005 erschien die erste Ausgabe von Gute Pillen – Schlechte Pillen (GPSP). Dass zuverlässige medizinische Informationen geschätzt werden, erfahren wir aus vielen Rückmeldungen unserer Leserinnen und Leser. Denn Sie wissen: GPSP hilft, unnötige Ausgaben zu vermeiden, guten Gewissens auf sinnlose Produkte zu verzichten und zeigt, dass sich so manch riskantes Medikament durch ein bewährtes, sicheres ersetzen lässt.

Der Plan, für ein Publikum ohne medizinische Vorkenntnisse eine unabhängige Gesundheits­zeit­schrift zu gründen, war und ist ambitioniert. Vor allem wollte Gute Pillen – Schlechte Pillen ohne Einflussnahme der Pharma­industrie informieren und verzichtet auf Werbeanzeigen.

Geballtes Wissen

Die Idee, GPSP zu gründen, hatten die Herausgeber von drei deutschen Arzneimittelzeitschriften, die seit Jahrzehnten Ärzte, Apotheker und andere Fachleute über Nutzen und Risiken von alten und neuen Medikamenten informieren: das arznei-telegramm®, DER ARZNEIMITTELBRIEF und der Pharma-Brief. Alle drei sind unabhängig und erscheinen ohne Pharmawerbung. Denn die Herausgeber wissen: Informationen über Medikamente sind oft von den kommerziellen Interessen der Hersteller gelenkt.

Der Berliner Westkreuz-Verlag trägt das Projekt von Anfang an mit. 2008 stieg die Arzneiverordnung in der Praxis (AVP) mit ins GPSP-Boot.

Veränderung tut gut

Inzwischen ist die Redaktion gewachsen, die Heftgestaltung wurde mehrmals modernisiert, und wir haben feste Rubriken eingeführt. Einige Beispiele: Unter der Überschrift „Gepanschtes“ warnt GPSP vor illegalen Beimischungen in Produkten aus dem Onlinehandel – mit einer weltweit einzigartigen Datenbank zum Nachschlagen.

In „Aufgespießt“ werden Angebote aus dem Internet gewissermaßen entblättert: Was steckt hinter den blumigen Werbesprüchen? Im Interview „Nachgefragt“ diskutieren wir mit industriefernen Fachleuten, was bei der einen oder anderen Therapie zu bedenken ist oder auch welche kommerziellen Interessen hinter so manchen verbreiteten Empfehlungen stecken.

Und auch die Leserinnen und Leser beteiligen sich aktiv an der Gestaltung des Heftes: So mancher Leser schickt uns Werbung, die ihm seltsam vorkommt, so manche Leserin bittet um unsere Einschätzung zu Gesundheitstipps, die sie von Freunden bekommen hat. Viele dieser Themen greifen wir im Heft auf.

Mit der Zeit gehen

Die Informationsgewohnheiten haben sich in den letzten Jahren rasant verändert. Wir sind mit der Zeit gegangen. Die GPSP-Webseite ist jetzt ein schnelles Informationsportal und bietet bequemen Zugriff auf alle Artikel. Über Facebook, Google+ und Twitter erreichen unsere Tipps neue Leserkreise, und natürlich ist die Zeitschrift nicht nur gedruckt, sondern auch als E-Abo erhältlich.

Die Arbeit trägt Früchte

Dass GPSP mit seinen wissenschaftlich fundierten Empfehlungen richtig liegt, hat sich immer wieder bestätigt. GPSP hatte bereits 2008 vor dem Diabetesmedikament Rosiglitazon® gewarnt, da es Herzinfarkte verursachen kann, statt sie zu verhindern. Zwei Jahre später nahm die Europäische Arzneimittelbehörde EMA das Mittel vom Markt. Und 2012 kam es zu einer heftigen Debatte um das Grippemedikament Tamiflu®, für das die deutsche Regierung mehrere hundert Millionen Euro für sinnlose Vorräte verpulvert hat. Bereits 2009 hatte GPSP auf den dürftigen Nutzen hingewiesen und von dem Mittel abgeraten.

Durch all diese Entwicklungen fühlen wir uns als GPSP-Team gestärkt und beflügelt. Wir bleiben den Missständen auf den Fersen. Wir danken all unseren Leserinnen und Lesern! Bleiben Sie uns gewogen.

Für die Redaktion grüßt Sie

Ihr Dr. Christian Wagner-Ahlfs


GEPANSCHTES

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