Bruno Müller-Oerlinghausen

Bruno Müller-Oerlinghausen
Bruno Müller-Oerlinghausen

…geboren 1936 in Berlin, ist Arzt für Klinische Pharmakologie, also Spezialist für Arzneimittel. Nach seinem Medizinstudium bildete er sich in experimenteller Pharmakologie und Toxikologie weiter und schloss seine akademische Ausbildung mit der Habilitation über ein diabetologisches Thema in Göttingen ab.

 

Professor Bruno Müller-Oerlinghausen hat im Auftrag der Bundesregierung in Thailand die dortige traditionelle Pflanzenmedizin erforscht. Seit den 1970er Jahren war er an der Psychiatrischen Klinik der Freien Universität Berlin tätig und hatte dort die erste deutsche Professur für Klinische Psychopharmakologie inne. Zu seinen Spezialgebieten zählt die medikamentöse und nicht-medikamentöse Therapie der Depression. Er ist seit Jahrzehnten international anerkannter Experte für die Depressionsbehandlung. Besonders bekannt und international ausgezeichnet wurde er durch die Entdeckung des suizidverhindernden Effektes von Lithiumsalzen.

 

Über die Psychiatrie weit hinausreichend galt sein Engagement einer vernünftigen, wissenschaftlich begründeten Arzneitherapie und einer verlässlichen Arzneimittel-Information der Ärzteschaft und der Bürgerinnen und Bürger dieses Landes. Ihre Unabhängigkeit von Interessen der pharmazeutischen Industrie war für ihn immer eine selbstverständliche Forderung. Dies reflektiert sich u.a. dass er zu den Begründern der Ärzteinitiative MEZIS (vgl. GPSP  2012/04, S. 12) gehört.

 

AVPBruno Müller-Oerlinghausen ist Ehrenmitglied der Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ), der er seit den 1980er Jahren angehört und deren Vorsitzender er 12 Jahre lang war. Er ist derzeit speziell in den Arbeitsgruppen „Interessenkonflikte“ und „Psychiatrie“ tätig und gehört zur Redaktion des unabhängigen Arzneimittel-Bulletins der AKdÄ Arzneiverordnung in der Praxis (AVP). Dieses ist Mitglied der Internationalen Society of Drug Bulletins (ISDB), in der die industrieunabhängigen Arzneimittelzeitschriften zusammengeschlossen sind.

 

2007 wurde ihm die höchste Auszeichnung der deutschen Ärzteschaft, die Paracelsus-Medaille, vom Präsidenten der Bundesärztekammer verliehen.

ArzneiverordnungenFür „Arzneiverordnung in der Praxis“ ist Bruno Müller-Oerlinghausen aktiv an der redaktionellen Arbeit von Gute Pillen - Schlechte Pillen beteiligt. Er setzt sich für die Verbreitung dieser Zeitschrift ein: „GPSP gehört ins Wartezimmer jeder Praxis in Deutschland!“

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Ausgabe 2017/01




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