Ausgabe Nr. 6 Nov./Dez. 2010

Mit Vitamin E gegen Schlaganfall
Für Vitamin E wird viel versprochen. Im Internet lesen wir zum Beispiel, dass „Vitamin E für mehr Gesundheit” in hohen Dosierungen „das Schlaganfallrisiko deutlich reduzieren” kann.
Keine leichte Wahl Was hilft Schwangeren bei Übelkeit
Ungefähr drei von vier Frauen ist zu Beginn der Schwangerschaft oft übel, jede zweite Schwangere muss sich hin und wieder übergeben. Ein schwacher Trost mag sein, dass die Beschwerden meist im 4. oder 5. Monat von selbst zurückgehen.
Glosse: Not wonderful
Lynda und Stuart Resnick handeln mit Pistazien, Mandeln und Granatapfelprodukten. Damit hat ihre Company so viele Dollars verdient, dass sie 45 Millionen in den Anbau des Los Angeles County Museum of Art stecken konnten.
Aufgefrischt: Arzneireform
Das Gesetz zur Neuordnung des Arzneimittelmarktes (GPSP 2/2010, S. 5) wurde vom Bundestag verabschiedet. Es stößt bei Fachleuten und Patienten auf Kritik.
Ablasshandel im Schnellrestaurant
Mit einem provakanten Vorschlag haben britische Ärzte in den vergangenen Wochen die Presse aufgemischt: Fast-Food-Anbieter sollten doch bitte ihren Kunden außer kostenlosen Extras wie Mayonnaise, Ketchup, Salz und Zucker auch ein Medikament zum „Drüberstreuen“ anbieten.
Kurz und knapp: Marathonlauf Schmerzmittel riskant
Marathonläufer sorgen offenbar vor – aber falsch! In Bonn nahm jede/r zweite ein rezeptfrei erhältliches Schmerzmedikament ein, bevor er oder sie an den Start ging.
Kurz und knapp: Frauenheilkunde Nachwuchssorgen
60 von 100 Assistenzärzt(inn)en in der Frauenheilkunde sind weiblich, immerhin sind es auch 30 von 100 Oberärzt(inn)en, aber in leitender Funktion gibt es in der Gynäkologie nur 4 Frauen unter 100 Medizinern.
Kurz und knapp: Frühe Einschulung ADHS-Risiko höher
Es gibt immer wieder Bestrebungen, Kinder früher einzuschulen – statt sie im Kindergarten soziale Kompetenzen (z.B. sprechen, Konflikte aushandeln, andere trösten) sowie gestalterische und motorische Grundfertigkeiten spielend lernen zu lassen.
Kurz und knapp: Transparenz Welche Firma bezahlt den Doktor?
In den USA entsteht eine Datenbank, die jedem ermöglicht nachzusehen, von welchem pharmazeutischen Unternehmen der eigene Arzt oder die Ärztin Geld für Vorträge, Beratung und anderes erhalten hat.
Kurz und knapp: Leerer Magen erwünscht
Oft soll man Medikamente „nüchtern“ einnehmen. Auch vor einer Operation muss man nüchtern sein und vor Untersuchungen manchmal nüchtern in der Arztpraxis erscheinen.
Kurz und knapp: Epileptischer Anfall Energy Drink in Verdacht
Unklare gesundheitliche Risiken verzögerten mehrfach die Vermarktung des Red Bull Energy Drinks. In Dänemark und Norwegen darf er erst seit einem Jahr verkauft werden.
Sex sells Testosteron als "Jungbrunnen"
Manche Männer sind wegen einer Hormonerkrankung oder nach einer Hodenentfernung auf eine Behandlung mit Testosteron angewiesen.
Beipackzettel Hilfe oder notwendiges Übel?
„Lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie ”...“ Wenn das so einfach wäre. All zu oft strotzen die Beipackzettel von Medikamenten von medizinischen Fachbegriffen und die lange Liste der unerwünschten Wirkungen, den so genannten Nebenwirkungen, kann verunsichern.
Aufgespießt aus Internet und Werbung
Sex-On-Kapseln und Vital G Max
Nachgefragt: Erkältungen im Anmarsch
Am liebsten möchte jeder ohne Erkältung durch den Winter kommen. Aber kann man dafür tatsächlich etwas tun? Und wie lassen sich Schnupfen und Halsweh, Nebenhöhlenentzündungen und Husten lindern, wenn man ohne Medikamente auskommen will?
Indien Unethische Arzneimitteltests
Im Prinzip sollen Ethikkommissionen dafür sorgen, dass Studienteilnehmer nicht zu große Risiken eingehen. Die neuen Ethik-Richtlinien, die 2005 in Indien auf den Weg gebracht wurden, sind allerdings noch nicht bindend, sodass es strenge und auch lasche Ethikkomitees gibt, die über die Zulässigkeit von klinischen Studien zu befi nden haben.
Gepanschtes: Razzia gegen Panscher
Die Aktion wurde unter anderem von Interpol koordiniert. Für Deutschland teilt das Bundeskriminalamt (BKA) mit, dass man rund 100 relevante deutschsprachige Internetseiten identifi ziert hat, die mutmaßlich illegale Arzneimittel offerieren.
Leserbrief: Diabetes-Therapie mit Gliptinen
Mein Arzt empfiehlt mir, zur weiteren Behandlung meines Diabetes 2 auf Gliptine umzustellen. Mit dem Wirkstoff Metformin kann ich meine Zielwerte nicht mehr erreichen.
Werbung - Aufgepasst! Toiletten in Ketten
Werbeagenturen umgehen trickreich das Werbeverbot für verschreibungspflichtige Arzneimittel: Das Prägarat nenn sie nicht, thematisieren aber, wo es wirken und nützen soll.
Aufgefrischt: Bräunungsmittel Melanotan
Vor der illegalen Vermarktung einer hormonartigen Substanz, die als Melanotan-II-Ampullen angeboten wird und unter die Haut gespritzt werden soll, warnten wir im letzten Heft
Aufgefrischt: Diabetesmittel Pioglitazon
Über das schädliche Diabetesmittel Rosiglitazon (Avandia®) berichteten wir zweimal GPSP 4/2010, S. 3 und 5/2010, S. 14). Die europäische Arzneimittelbehörde hat das Medikament am 23.9.2010 verboten.
Aufgefrischt: E-Zigaretten: FDA warnt Anbieter
Schon vor einem Jahr bemängelte GPSP (5/2009, S. 14), dass mit den Inhaltsstoffen von E-Zigaretten zum einen Risiken wie Krebs verbunden sind und dass zum anderen die Werbung irreführenderweise glauben macht,
Editorial: Dr. Christian Wagner-Ahlfs
Es überrascht uns immer wieder aufs Neue, wie viele zweifelhafte „Gesundheitsprodukte“ es auf dem Markt gibt. Nicht nur Vitamine und Mineralstoffe werden mit vollmundigen Versprechungen an den Mann oder die Frau gebracht – gerne zu überhöhten Preisen.