Ausgabe Nr. 5 Sept./Okt. 2015

Editorial: Jörg Schaaber
Warzen können ganz schön lästig sein. Oft verschwinden sie aber von ganz alleine. Wenn nicht, gibt es zuverlässige Behandlungsmethoden. Schnecken drüberkriechen lassen gehört nicht dazu, so viel sei schon mal an dieser Stelle verraten.
Warzen
Warzen sind gutartige Hautwucherungen. Keiner mag sie, und in der Regel tun sie wenigstens nicht weh. Warzen sind vor allem ein kosmetisches Problem. Fast immer werden sie von Viren ausgelöst und sind ansteckend.
Vemma und die Energydrinks
Die Firma Vemma vertreibt Energydrinks und andere Produkte nach einem umstrittenen Vertriebssystem, dem Multilevelmarketing. Dieses Werbekonzept spricht viele junge Menschen an. Sie sollen die teuren Produkte in größeren Mengen kaufen und in ihrem Freundeskreis neue Kunden gewinnen – nicht nur finanziell riskant, sondern auch von fraglichem Nutzen für die Gesundheit.
Per Gesetz durchgewunken
Neue Arzneimittel werden in Deutschland auf ihren Nutzen für Patienten geprüft. Aber es gibt Ausnahmen: Bei seltenen Erkrankungen steht das Ergebnis der Bewertung praktisch vorab fest. Der Bundestag hat nämlich 2010 beschlossen, dass bei solchen „Waisenmedikamenten“ der Zusatznutzen per Gesetz als belegt gilt.
Aufgespießt: Lavylites Essenzen & Spray
Was sind Lavylites? Die Produktserie Lavyl umfasst mehrere Sprays, Duschgels und Haarkuren. Die Kosmetik enthält „keinerlei Chemikalien und tierische Inhaltsstoffe“, dafür liefern „Schwingungen aus … Heilpflanzen – Mineralstoffen – Heilkristallen … mehr als 3000 Wirkstoff-Informationen“.4
Kurz und knapp: Allergiker – Notfallbehandlung üben
Allergikern, denen etwa nach einem Insektenstich oder durch bestimmte Nahrungsmittel ein allergischer Schock droht, tragen ein Injektionsgerät bei sich, das sie im Notfall sofort einsetzen können.
Kurz und knapp: Pillenkauf im Internet – Neues EU-Logo
Bisher konnte man über ein Sicherheitslogo des DIMDI, einer Behörde des Bundesgesundheitsministeriums, herausfinden, ob ein Online-Anbieter von Arzneimitteln zum Versandhandel berechtigt ist. Das soll vor dem Kauf von gefälschten Arzneimitteln schützen.
Kurz und knapp: Ausgesiebt – Schlechte Medikamente
Manchmal sind Arzneimittel, die schon seit Langem zugelassen und im Handel sind, top und haben einen hohen Stellenwert. (Darum gibt es die GPSP-Rubrik „Gute alte Pillen“.) Und manchmal sollten sie schleunigst vom Markt – was natürlich für neue Präparate, die mit viel Geld beworben werden, genauso gilt.
Freiwillig funktioniert nicht
In der Filmbranche gibt es sie seit über 60 Jahren, in der pharmazeutischen Industrie erst seit elf Jahren: eine Freiwillige Selbstkontrolle. Sie soll unethisches Verhalten von Arzneimittelfirmen verhindern. Doch die Realität zeigt, dass eine unabhängige, konsequente staatliche Kontrolle notwendig ist.
Top Six: Die meistbesuchten GPSP-Online-Artikel Juni/Juli 2015
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Glosse: Post aus dem Kämmerlein
Eine Handelskammer kümmert sich um den Handel, auf dass der gedeiht. Drum ist es nur logisch, dass ein Kammerpräsident oder auch der Vize in seinem Kämmerlein Briefe schreiben, wenn sich Handelshemmnisse auftun. Egal, ob es dabei um den Verkauf von Klamotten, Computern oder nikotinhaltigen Rauchwaren geht. Allerdings: tobacco kills. Keine Frage. Daher haben viele Staaten den Nichtraucherschutz entdeckt und Gesetze auf den Weg gebracht, die das Rauchen eindämmen sollen.
Nachgefragt: Kein Land ist eine Insel
Vor hundert Jahren starben auch bei uns noch jedes Jahr viele tausend Menschen an Tuberkulose (Tbc oder TB). Da hatte Robert Koch bereits den Tbc-Erreger entdeckt, wofür er 1905 den Nobelpreis erhielt. Der weitsichtige Arzt wusste allerdings auch, dass Armut und ungesunde Lebensumstände die Erkrankung verschlimmern und Ansteckungen fördern.
Weniger ist manchmal mehr
Viele ältere Menschen haben verschiedene Erkrankungen oder Beschwerden, die jahrelang medikamentös behandelt werden. Sie nehmen oft täglich fünf oder mehr Arzneimittel ein. Da sich aber Medikamente häufig gegenseitig ungünstig beeinflussen, sollten sie von Zeit zu Zeit den Medikamentenplan inklusive frei verkäuflicher Präparate überprüfen lassen.
Aufgefrischt: Vitalpilze und Giftpilze
In Ausgabe 4/2015 haben wir über Vitalpilze berichtet und vor den Risiken gewarnt. Uns erreichten dazu wichtige Kommentare. Einen Aspekt möchten wir nochmals betonen. Pilze enthalten häufig Inhaltsstoffe, die interessante medizinische Eigenschaften haben.
Leserbrief: Schlangengift vom Heilpraktiker
Hier am Niederrhein wirbt ein Heilpraktiker ständig für seine Behandlung von diversen Gelenkerkrankungen mit dem Einsatz von Schlangengift. Gerne möchte ich von Ihnen erfahren, ob das eine Alternative ist und man diese Präparate als seriöse Medikamente bezeichnen kann.
Geschäfte mit Schwangeren
In der Schwangerschaft kümmern sich Frauen besonders intensiv um ihre Gesundheit, vor allem um die Ernährung, schließlich isst das Ungeborene mit. Braucht, wer ein Kind möchte, eigentlich zusätzlich das B-Vitamin Folsäure?
Gepanschtes: Behörde deckt kriminelle Panscher
Das ist besorgniserregend – und gefährlich: Drei von vier überprüften Nahrungsergänzungsmitteln, die als Schlankheitsmittel propagiert werden, enthalten Wirkstoffe, die nicht auf der Verpackung stehen.
Werbung – Aufgepasst! Gut platziert
Werbung wird manchmal höchst unauffällig zwischen Fernsehprogramm, Horoskop und Preisrätsel platziert. Die abgebildete Anzeige für Optovit® aus einem TV-Programmheft ist geschickt gestaltet: Die Aufmachung des Textes unter der Rubrik „Gesundheit“ unterscheidet sich wenig von anderen Beiträgen im Heft,
Weizen – ein „Killerkorn“?
Weizen ist eines unserer Grundnahrungsmittel. Es steckt unter anderem in Brot, Keksen, -Pizza, Pasta und industrieller Babykost. Doch das Korn, das über Jahrhunderte unser „täglich Brot“ war, gerät immer mehr in Verruf. Dieser Trend wird vom Buchmarkt international -befeuert.