Ausgabe Nr. 3 Mai/Juni 2011

Editorial: Prof. Bruno Müller-Oerlinghausen
Hilfe bei Laktoseintoleranz
Während praktisch alle Säuglinge Milchzucker gut vertragen, bildet sichbei vielen Menschen ab dem zweiten Lebensjahr eine Milchzucker-Unverträglichkeit aus.
Empfängnisverhütung Eine möglichst verträgliche Pille wählen
Seit April gibt es die "Selbsthilfegruppe Drospirenon Geschädigter“. Sie will auf das besondere Risiko von „Antibabypillen“ mit dem Gestagen Drospirenon aufmerksam machen, das in Aida®, Petibelle®, Yasmin®, Yasminelle® und Yaz® enthalten ist.
Da klingeln die Kassen Sonosan® gegen Tinnitus?
Ständige Ohrgeräusche können sehr belastend sein. Eine wirksame Therapie fehlt bis heute. Jetzt kündigt die Pressemitteilung des Herstellers SanimaMed Healthcare aus Arad (Rumänien) „Neue Hoffnung für Tinnitus-Patienten“ an.
Hautkrebs vorbeugen Sonnencreme allein reicht nicht
Die Verkaufszahlen von Sonnencremes steigen. Dennoch nehmen Erkrankungen an Hautkrebs seit Jahren zu.
Glosse: Kontrolliert zuschlagen
Boxsport ist Sport. Sagt ja schon der Name. Und Boxen bringt Quote, das wissen die Privaten ebenso gut wie die ARD. Drum würde sie 54 Millionen Euro hinblättern, um von 2012 bis 2014 mit Boxveranstaltungen Jung und Alt vor dem Fernsehschirm zu beglücken.
Kurz und knapp: Krankheitserfahrungen: Patienten klären auf
Wer schwer erkrankt ist oder über einen operativen Eingriff gern genauer Bescheid wüsste, möchte vielleicht Kontakt zu ebenfalls Betroffenen haben. Informationen aus dem Bekanntenkreis oder aus Selbsthilfegruppen sind leider oft einseitig oder verwirrend.
Kurz und knapp: Therapieentscheidungen: Jeder Facharzt hat seine Sicht
Männer mit Prostatakarzinom können oft zwischen verschiedenen Therapien wählen: Prostata radikal entfernen, Bestrahlung oder Abwarten und Beobachten.
Kurz und knapp: Cannabis und psychische Folgen: Jugendliche besonders gefährdet
Wer längere Zeit viel Cannabis konsumiert, riskiert nicht nur, von der Droge abhängig zu werden. Cannabis fördert auch psychotische Symptome, gerade wenn der Konsum schon in jungen Jahren beginnt.
Kurz und knapp: Trotz Nichtraucherschutz: Zu viel Qualm in Gaststätten
Das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) schlägt Alarm: Obwohl Nichtraucher in Gaststätten vor schädlichem Tabakqualm geschützt werden sollen, lassen die Bundesländer durch Ausnahmeregelungen viel Gequalme zu.
Kurz und knapp: Reine Fernsichtbrille: Weniger Stürze im Alter
Gleitsichtbrillen und bifokale Brillen sind für viele Menschen eine geniale Unterstützung im Alltag. Dass sie für ältere Menschen – mit einem erhöhten Risiko zu stürzen – auch gefährlich sein können, hat eine australische Studie ergeben.
Kurz und knapp: Mittelohrentzündung bei Kindern: Nicht immer Antibiotika
Im letzten Halbjahr sind zwei Studien zu der Frage veröffentlicht worden, ob jedes Kind mit Mittelohrentzündung sofort ein Antibiotikum erhalten sollte. In den USA ist das so üblich, anderswo nicht.
Schweinegrippe EU-Parlament kritisiert Chaos
Erinnern Sie sich noch? Im Sommer 2009 hatten wir "Schweinegrippe“-Alarm. Obwohl sich früh abzeichnete, dass sich zwar viele Menschen mit dem Grippevirus H1N1 ansteckten, die Infektionen aber meist mild verliefen, rief die Weltgesundheitsorganisation (WHO) die höchste Warnstufe aus.
Aufgefrischt: Bräunungsmittel Melanotan
Vor Melanotan, dem im Internet angebotenen hormonartigen Bräunungsmittel, warnten wir in GPSP 5/2010, S. 7 und 6/2010, S. 6. Jetzt schlägt auch das Gift informationszentrum-Nord Alarm, da eine Frau mit Schmerzen im Bauchraum, Schweißausbrüchen, Übelkeit, Kopfschmerzen und Erbrechen in die Klinik eingeliefert werden musste, nachdem sie sich 15 mg Melanotan unter die Haut gespritzt hatte.
Aufgefrischt: Chinin gegen Wadenkrämpfe
Die Firma Cassella Med bewirbt im Internet und in Zeitschriften Chinin (Limptar® N) verharmlosend als „Natursubstanz”. In GPSP 4/2010 schrieben wir, dass wegen des Risikos schwerer unerwünschter Wirkungen „von der Einnahme Chinin-haltiger Präparate gegen Wadenkrämpfe dringend abzuraten“ ist.
Aufgespießt: Beta-Glucan
Anbieter: Zahlreiche Firmen bieten Beta-Glucan als Nahrungsergänzungsmittel an. Kosten: z.B. 18 bis 29 Euro für 60 Kapseln mit 0,25 g bis 0,5 g.
Nachgefragt: Wer die Wahl hat Warum Patienten und Ärzte von evidenzbasierter Medizin profitieren
In der Medizin gibt es meist verschiedene Behandlungsmöglichkeiten. Nicht nur eine. Dies kann die Wahl zwischen mehreren Medikamenten betreffen, die Entscheidung für oder gegen eine Impfung, eine Früherkennungsmaßnahme oder eine Operation.
Neue Regeln, wenig Neues Traditionelle Heilmittel
Eine Neuregelung zum Verkauf der sogenannten traditionellen Heilmittel soll für mehr Klarheit im europäischen Markt sorgen.Eine Neuregelung zum Verkauf der sogenannten traditionellen Heilmittel soll für mehr Klarheit im europäischen Markt sorgen.
Gepanschtes: Krank statt schlank
Die Zöllner am Frankfurter Flughafen, dem Drehkreuz für den Postversand, haben im vergangen Jahr 15.600 Lieferungen aus dem Ausland mit dubiosen oder bedenklichen Arzneimitteln aus dem Frachtverkehr gezogen.
Leserbriefe: Stempelgebühr
Meine Frau ist heute beim Hausarzt zu einer Blutuntersuchung gegangen. Dafür gab es einen Eintrag Impressum im Bonus-Heft. Den hat sie allerdings nicht abstempeln lassen, da seitens des Arztes eine ‚Stempelgebühr' in Höhe von 2,50 € verlangt worden ist.
Leserbriefe: Kinesiologie
Mein Zahnarzt hat mit Kinesiologie eine Quecksilberbelastung durch vier Amalgam-Plomben festgestellt. Soll ich nun eine Behandlung mit DMPS-Spritzen machen?
Werbung - Aufgepasst! Was ist das?
Die bekannte Sachbuchreihe „Was ist was“ für Kinder und Jugendliche ist käuflich – offenbar nicht nur für die Leser. Der Band „Wie entsteht ein Medikament“ ist im Buchhandel zwar nicht erhältlich, dafür aber kostenlos zu bestellen beim Verband forschender Arzneimittelhersteller (vfa).