Ausgabe Nr. 3 Mai/Juni 2007

Editorial: Prof. Dr. Walter Thimme
Werbung soll zum Kauf verleiten. Wenn Hersteller über über ihre Produkte informieren, werben sie. Bei Arzneimitteln ist das aber gefährlich,
Rheumamittel Arcoxia® nicht zugelassen
Die US-amerikanische Arzneimittelbehörde FDA hat jetzt den Antrag auf Zulassung von Etoricoxib (Arcoxia®) abgelehnt. Damit darf das Rheumamittel, das außer in Deutschland auch in 61 weiteren Ländern verkauft wird, auf dem wichtigsten Markt der Welt nicht angeboten werden.
Herpes der Lippen Preisvergleich von Aciclovir-Cremes
Cremes mit dem virushemmenden Mittel Aciclovir (Zovirax® u.a.) werden zur lindernden Behandlung von Schmerzen und Juckreiz bei wiederkehrendem Lippenherpes verwendet.
Chelattherapie und Zahnfüllungen, Quecksilber
Zahnfüllungen aus Amalgam – Seit Jahrzehnten wird heftig über mögliche Risiken gestritten. Amalgamfüllungen werden für viele Beschwerden verantwortlich gemacht. Doch wenig ist wirklich wissenschaftlich belegt.
Aus für Desmopressin-Nasenspray Nächtliches Bettnässen
Viele Kinder leiden darunter, dass sie nachts unwillkürlich einnässen. Nasensprays mit dem Wirkstoff Desmopressin (Minirin® u.a.) dürfen jetzt wegen möglicher Nebenwirkungen nicht mehr verwendet werden. Wir empfehlen Methoden ohne Medikamente.
Marketing Gesellschaft Deutscher Apotheker Werbung für Chininsulfat
Werbung - Aufgepasst!
Arimidex irreführende Werbung
Was Patienten bei der Einführung von Direktwerbung für rezeptpflichtige Arzneimittel erwartet, zeigt diese Anzeige aus Neuseeland zur Therapie nach Brustkrebs­­operationen. Die Werbung behauptet: „Arimidex kann die Wahrscheinlichkeit, wieder an Brustkrebs zu erkranken, um 41% reduzieren.“
NICE (National Institute for Health and Clinical Excellence) zu Ginkgo gegen Alzheimer-Krankheit
Ginkgohaltige Arzneimittel (Tebonin® u.a.) gibt es in Deutschland seit Mitte der 60er Jahre. Sie sollen bei der Alzheimer-Erkrankung helfen, die sich durch Störungen von Gedächtnis und Konzentration, Depression, Schwindel und Kopfschmerzen äußert. Außerdem sollen sie angeblich bei Durchblutungsstörungen in den Beinen und bei Ohrgeräuschen (Tinnitus) helfen. Die Anbieter ginkgohaltiger Arzneimittel werben mit der „Mystik“ und „Faszination“, die den Ginkgobaum umgibt.
Zuzahlung vermeiden mit GPSP-Internet-Suchmaschine
Es gibt inzwischen eine ganze Reihe von Arzneimitteln, für die Sie in der Apotheke nichts mehr zuzahlen müssen. Die Suchmaschine von GPSP hilft Ihnen dabei.
Ultraschallgeräte sinnlos als Mückenschutz
Stechmücken hinterlassen nicht nur juckende Pusteln auf der Haut, sondern können in manchen Ländern bedrohliche Krankheiten wie Malaria übertragen. Darum sind nutzlose Ultraschallgeräte zur Abwehr mehr als ein Ärgernis, nämlich gefährlich.
Schwarzkümmelöl bei Bronchitis
GPSP: Einen ernstzunehmenden Nachweis der Wirksamkeit von Schwarzkümmelölkapseln zur Behandlung einer Bronchitis haben wir nicht gefunden. Darüber hinaus können ätherische Öle auch Allergien auslösen. Daher werden solche Mittel von vielen Spezialisten nicht verordnet, sondern Inhalationen mit Salz empfohlen.
Stürze im Alter
Stolperfallen können sich für ältere Menschen verheerend auswirken. Ein Sturz passiert jedem Dritten über 65-Jährigen einmal im Jahr. Bei den über 80-Jährigen kommt er bei fast jedem Zweiten vor. Manche Tipps zur Vorbeugung lassen sich rasch umsetzen.
Grippe(mittel) Verhaltensauffälligkeiten unter Tamiflu
In Japan darf Oseltamivir (Tamiflu®), das zur Prophylaxe und Therapie der Virusgrippe zugelassen ist, Kindern und Jugendlichen nur noch in Ausnahmefällen verordnet werden. Der Grund sind alarmierende Berichte über auffällige Verhaltensweisen Heranwachsender, die Oseltamivir eingenommen hatten.
Buchtipp: Hilfe bei Demenz
Die Vorstellung, mit zunehmendem Alter unter Gedächtnisverlust zu leiden, das Orientierungsvermögen und schließlich die Kontrolle über das eigene Verhalten zu verlieren, ist ohne Frage besonders bedrohlich. Wenn dann tatsächlich eine solche Demenzerkrankung eintritt, sind oft nicht nur die Betroffenen hilflos und voller Furcht, sondern auch deren persönliches Umfeld. Wie kann man der Erkrankung begegnen?
Vorsicht Gepanschtes
Zum dritten Mal warnen wir vor so genannten Nahrungsergänzungsmitteln aus dem Internet, die als pflanzliche Präparate beworben werden, aber mit verschreibungspflichtigen chemischen Stoffen gepanscht sind (siehe auch GPSP 2/2007, Seite 12). Eden Herbal
Werbung - Aufgepasst!
Deutsche Gesundheitshilfe