Ausgabe Nr. 2 März/April 2015

Editorial: Dr. Elke Brüser
auf dem Titelbild dieser Ausgabe zieren ein paar smarte Männerfiguren ein übermächtiges T. Diese Spiegelung erinnert an den Tanz um das Goldene Kalb. Und zweifelsohne geht es um den Testosteronspiegel. Wird hier gerade der „richtige“ T-Wert zurechtgezimmert?
Ansteckung einkalkulieren
Hunde und Katzen schnüffeln gerne überall herum. Dabei können sie sich mit Darmparasiten wie Würmern und Giardien anstecken. Hauptquelle ist Tierkot. Vor allem junge Tiere und Freigänger sollten daher regelmäßig entwurmt werden.
Gemeinsamer Bundesausschuss
Die gesetzlichen Krankenkassen sind eine zentrale Schaltstelle in der medizinischen Versorgung. Sie kommen für einen Großteil der Krankheitskosten auf. Rund 70 Millionen Bürgerinnen und Bürger sind durch sie versichert. Doch wer entscheidet, was genau die Krankenkassen erstatten?
Medikamente können die Sexualität stören
Ursache für sexuelle Lustlosigkeit und „Schlappheit“ können bei Frauen und Männern nicht nur Alltagsstress und Langeweile in der Beziehung sein. Manchmal sind es auch Krankheiten oder Medikamente. Wir sind wichtigen medikamentösen Ursachen nachgegangen.
Aufgespießt: Moringa: Der indische Wunderbaum
Was ist Moringa? Moringa oleifera ist ein Baum, der ursprünglich aus Indien stammt. Er wird heute in vielen tropischen und subtropischen Regionen angebaut. Gängige Bezeichnungen sind Meerrettichbaum, was auf den scharfen Geschmack seiner Wurzeln hinweist, oder im Englischen Drumstick Tree (Trommelstockbaum) aufgrund der länglichen Form seiner Früchte.
Gute Alte Pillen: Antibiotikum Nitrofurantoin
Viel mehr Frauen als Männer erkranken an Blasenentzündungen. Frauen können sich oft mit Hausmitteln helfen, aber manchmal ist ein Antibiotikum angebracht. Zu den Wirkstoffen, die dann in Frage kommen, gehört Nitrofurantoin. Es ist bereits seit 60 Jahren im Handel.
Kurz und knapp: Bachblüten entblättert
Der Verband Sozialer Wettbewerb hatte einen Apotheker verklagt, der für Bachblütenprodukte mit unerlaubten Gesundheitsversprechungen wie „Gelassen und stark durch den Tag“ geworben hatte.
Kurz und knapp: Formaldehyd im E-Dampfer
Formaldehyd wird als krebserregend eingestuft. Die Chemikalie kommt nicht nur im Tabakqualm vor, sondern entsteht auch wenn der Dampf von E-Zigaretten bei hoher Stromspannung (Volt) erzeugt wird, berichten US-Wissenschaftler:
Kurz und knapp: Kuscheln wichtiger als Sex
Zumindest für verheiratete Paare jenseits der 70 gilt, dass Zärtlichkeiten in der Partnerschaft eine bedeutsamere Rolle spielen als Sex. Allerdings unterscheiden sich Mann und Frau. Denn während 91 von 100 Männern im Alter von 74 Jahren dem Kuscheln im Zusammenleben einen wichtigen Platz einräumen, sind es nur 81 von 100 Frauen.
Kurz und knapp: Mehr Lungenkrebs bei Frauen
Immer mehr Frauen sterben an Lungenkrebs. Europaweit tötet diese Krebserkrankung, die zu 85 bis 90 Prozent auf das Konto von Tabakkonsum geht, bereits mehr Frauen als Brustkrebs. Das ergab eine Auswertung italienischer Wissenschaftler.
Kurz und knapp: Q-Fieber durch Frischzellen
Frischzellen werden aus fein zerkleinerten Organen und Geweben von Schafen und Föten gewonnen. Sie sollen angeblich vor diversen Alters- und Verschleißerkrankungen schützen. Dazu werden sie aufbereitet und anschließend in den Gesäßmuskel injiziert.
Kurz und knapp: IGeL-Ärger melden
Manche Dienste, die in Arztpraxen angeboten werden, erstatten die gesetzlichen Krankenkassen nicht. Hauptgrund: Ein Nutzen der Therapie oder eines bestimmten Untersuchungsverfahrens ist schlecht belegt – oder gar nicht.
Buchtipp: Die Gesundheitsdiktatur. Reine Fiktion?
Es ist schon sechs Jahre her, da hat die preisgekrönte Erzählerin Juli Zeh den Science-Fiction Roman „Corpus Delicti“ veröffentlicht. Das Buch ist aber hochaktuell und eine Empfehlung.
In den Fängen von Dr. Hittich
Der Nutzen der Vitamine, Pflanzenextrakte und anderer Produkte von Dr. Hittich ist umstritten, aber die Werbung ist geschickt gemacht und für viele Menschen verlockend. Weil ihnen Linderung ihrer Beschwerden versprochen wird, legen sie eine Menge Geld auf den Tisch. Welche Ausmaße das annehmen kann, zeigt die Erfahrung eines Informanten.
Glosse: Beispielhafte Mäuschen
„Sport hält auch im Alter jung“ ist der Titel einer vielversprechenden Pressemitteilung der Universität Göttingen.1 Und man möchte gleich hinzufügen: Lachen ebenfalls! Denn was verrät uns die Universität im selben Atemzug? Genau: Sport hält in der Jugend jung. Da muss dann aber mal schmunzelnd gefragt werden dürfen, ob junge Sportler und Sportlerinnen überhaupt altern oder ob sie ewige Jugend erreichen.
Nachgefragt: Testosteron soll’s richten
Wieder ein Trend, der aus den USA über den großen Teich zu uns schwappt: Immer mehr Männer hoffen, sie könnten sich mit Hormonen etwas Gutes tun.
„Pille danach“ in Kürze ohne Rezept
Seit Langem ist dies in den meisten europäischen Ländern selbstverständlich, und in Kürze – wahrscheinlich noch im März – wird es die so genannte Pille danach auch in deutschen Apotheken ohne Rezept geben.
Leserbriefe: Haarausfall bei Frauen
Haarprobleme wie Haarausfall oder schütter werdendes Haar können vielfältige Ursachen haben. Versuchen Sie diese im Gespräch mit Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin abzuklären
Leserbriefe: Armolipid
GPSP: Armolipid ist ein Nahrungsergänzungsmittel, das die Konzentration der Blutfettwerte senken soll. Es ist kein zugelassenes Medikament und enthält vier Inhaltsstoffe. 1) Monacolin ist ein Bestandteil von Rotem Reis.
Allergie – vom Schnupfen zum Asthma?
Dauerschnupfen oder anhaltender Husten sind allergische Reaktionen, die meist mit Medikamenten in den Griff zu kriegen sind. Klappt das nicht, kann bei manchen Allergien eine spezifische Immuntherapie (SIT) Erleichterung bringen. Sie ist bereits bei Kindern im Grundschulalter möglich. Was man darüber weiß, erklärt GPSP.
Gepanschtes: Verbotene Arzneistoffe im Pulverkaffee
Das ist eine Sauerei: Harmlos erscheinende Getränke, die als Gemisch aus Kaffee und pflanzlichen Extrakten beworben werden, enthalten starke chemische Arzneistoffe – besonders oft Sibutramin (Reductil®). Dieser Stoff, der das Abnehmen fördern soll, darf in Europa seit 2010 nicht mehr verkauft werden, weil er Herz und Kreislauf schädigen kann.
Werbung - Aufgepasst! Gesund durch Haare waschen?
Werbung für Kosmetika erweckt oft den Anschein, dass die Produkte die Gesundheit fördern. Aber kosmetische Produkte kommen ohne medizinische Zulassung in den Handel, und behördliche Kontrollen der angeblichen Wirksamkeit gibt es nicht.