Ausgabe Nr. 2 März/Apr. 2013

Editorial: Prof. Bruno Müller-Oerlinghausen
die wahren Frühlingsgefühle mögen sich noch nicht so recht eingestellt haben – dennoch braucht man keine Pillen, um trotz Frühjahrsmüdigkeit wieder auf Trab zu kommen.
Angina pectoris
Herzkranzgefäße, die verengt und verkalkt sind, verursachen typische Symptome. Die Probleme beginnen meist bei körperlicher Belastung: beim Laufen, Treppensteigen, Radfahren – vor allem in kalter Luft (Schnee schaufeln!).
Nackenschmerzen
Nackenschmerzen haben vielfältige Ursachen. Vor allem Bildschirmarbeitsplätze sorgen für Fehlhaltungen und verursachen Muskelverspannungen oder Blockaden im Bereich der ­¬oberen Wirbelsäule. Wie gut die üblichen Therapieangebote wirklich helfen, ist nicht gut untersucht.
Thomapyrin®
Das Schmerzmittel Thomapyrin® wurde 2012 in deutschen Apotheken rund 11 Millionen Mal verkauft. Damit steht es auf Rang 7 der Arzneimittelbestsellerliste. Und es ist bereits das vierte Schmerzmittel, das wir in unserer Serie zu den Marktrennern besprechen.
Gefälschte Arzneimittel - Hierzulande (noch) kein Problem
Gefälschte Arzneimittel sind in Deutschland kein relevantes Problem – zumindest derzeit nicht. Das Bundeskriminalamt erfasste zwischen 1996 und 2008 in einer Studie lediglich 49 Arzneimittelfälschungen, die in deutschen Apotheken und im Arzneimittelgroßhandel entdeckt wurden.
Tödliche Gedanken
Ganz unterschiedliche Faktoren können dazu führen, dass Menschen ihrem Leben ein Ende setzen wollen. Für Angehörige und Freunde stellt sich die Frage, ob und wie sich ein Suizid bei besonders gefährdeten Menschen verhindern lässt.
Energy-Drink plus Alkohol
Energy-Drinks sind für Anbieter eine Goldgrube. Daher kann der Marktführer Red Bull pro Jahr mehr als eine halbe Milliarde Euro für Sportsponsoring ausgeben, beispielsweise für den Formel-1-Zirkus oder den 2012 medienwirksam inszenierten Fallschirmsprung aus dem Weltall.
Kurz und knapp: Hüpfburgen
Für viele Kinder sind die bunten, aufblasbaren Hüpfburgen ein Vergnügen. Aber das kann auch mal daneben gehen, wenn sie beim Hüpfen mit anderen (größeren) Kindern zusammenstoßen, oder gar nach einem gewagten Sprung auf dem harten Boden landen.
Kurz und knapp: Rückenschmerzen
Chronische Rückenschmerzen plagen viele Menschen. Das heißt im Umkehrschluss, dass sich mit Medikamenten gegen die Beschwerden viel Geld verdienen lässt.
Kurz und knapp: Reptilienhaltung
„Bartagamen sind Echsen, die sich gut für die Haltung zu Hause eignen und mit ihrem Charme und ihrer Kommunikationsfreudigkeit zu den wenigen Tieren gehören, die eine Beziehung zu dem Halter aufbauen.“
Die weiße Mafia
Nicht schon wieder eine Kritik an den Missständen unseres Gesundheitssystems, so der erste Reflex. Aber die Neugier siegte dann doch. Ein Glück! Denn dieses Buch ist anders. Dem Autor Frank Wittig gelingt es, mitreißend davon zu berichten, wie Kranke und Gesunde häufig von „der Medizin“ überversorgt werden.
Aufgefrischt: Vorsicht: Nahrungsergänzungsmittel mit Melatonin
Das von der Zirbeldrüse freigesetzte Hormon Melatonin ist an der Regelung unseres Tag-Nachtrhythmus beteiligt. Es wird daher zur Behandlung von Schlafstörungen propagiert.
Aufgefrischt: Unzulässige Werbung für Schüßler-Salze
Schüßler-Salze werden stark beworben und häufig gekauft. Dabei ist das Konzept dieser homöopathischen Produkte medizinisch unhaltbar, manche Werbeversprechungen sind geradezu grotesk und ein Nutzen nicht durch geeignete Studien nachgewiesen (GPSP 5/2008, S. 11).
Aufgefrischt: Triclosan zur Desinfektion?
In Kosmetika wie Deos, Seifen und Zahnpasta, aber auch in Reinigungsmitteln und anderen Haushaltsprodukten soll Triclosan Keime in Schach halten. In den 1970er Jahren ist der antibakterielle Wirkstoff in Mode gekommen.
Glosse: Bikini-Figur
Sie kennen doch sicher die Dame im gelben Bikini mit Hund, die immer kurz vor der Tagesschau aufläuft – im Auftrag von Almased. Echt umwerfend war auch der vorweihnachtliche Spot, wo der schlanken Brünetten – diesmal ist sie in elegantes Schwarz gehüllt – ein freudestrahlender Kerl die Haustür öffnet. Staunen in seinem Gesicht: „Wow. Hast du abgenommen?“
Schwarzes Dreieck Neues Symbol macht auf Arznei-Risiken aufmerksam
Künftig werden Patienten und Patientinnen der EU-Mitgliedsstaaten erkennen können, ob sie ein Arzneimittel nehmen, das noch nicht lange auf dem Markt ist – und daher besondere Risiken birgt. Gute Pillen – Schlechte Pillen begrüßt diese Entscheidung der Europäischen Kommission.
Nachgefragt: Mit Diabetes Typ 2 leben
Diabetes gilt als Volkskrankheit. Mit Medikamenten gegen die „Zuckerkrankheit“ verdienen Arzneimittelfirmen viel – und bringen daher immer wieder neue Präparate auf den Markt. Doch die sind weniger nützlich als die Hersteller behaupten. Was für Diabeteskranke wirklich wichtig ist, besprachen wir mit dem Arzt Til Uebel.
Leserbrief: MSM gegen Schmerzen?
Es gibt mehrere Untersuchungen, in denen Patienten vergleichend mit MSM und Placebo behandelt wurden.1 Eine Wirksamkeit von MSM konnte bisher nicht nachgewiesen werden.
Leserbrief: Ribose
Ribose ist ein natürlich vorkommender Zucker und Bestandteil vieler körpereigener Stoffe. Zum Beispiel enthält die Erbsubstanz (DNS) Ribose und ebenso eine Substanz mit der Abkürzung ATP, die der universelle Energieträger im Stoffwechsel menschlicher Zellen ist.
Hormonpräparate in den Wechseljahren
Bis vor zehn Jahren nahmen viele Frauen in den Wechseljahren Östrogenpräparate ein, denen wahre Wunder nachgesagt wurden.
Aufgespießt aus Internet und Werbung: Coralcare
„Coralcare besteht aus 100 Prozent reinem Korallenpulver.“ „Eingeführt in 1999“ soll „diese Formel zum populärsten und erfolgreichsten Korallenprodukt in Europa geworden“ sein.
Wenig Verlass aufs Internet
Immer mehr Menschen informieren sich zum Thema Gesundheit im Internet. Wie gut die Information ist, hängt davon ab, auf welchen Seiten man sucht. US-Wissenschaftler haben an einem Beispiel gezeigt, dass die Hälfte der Tipps und Empfehlungen nicht dem Stand des Wissens entsprach.
Werbung - Aufgepasst! Werbung im Schafspelz
Advertorials: Unscheinbar, aber verlockendZeitungen und Journale stecken voller Werbung. Aber manchmal muss man genau hinschauen, denn manche Werbeanzeigen sind von redaktionellen Beiträge optisch kaum zu unterscheiden: Die Aufmachung der Seiten, die verwendete Schrift, die Anordnung der Bilder – zum Verwechseln ähnlich.
Gepanschtes: DMAA in Nahrungsergänzungsmitteln
Zwei US-amerikanische Soldaten erlitten während einer Übung einen Herzinfarkt. Sie hatten ein Dimethylamylamin (DMAA)-haltiges Produkt eingenommen.1 Welche Rolle DMAA dabei gespielt hat bleibt zwar offen, allerdings steht der auch in Sportlerprodukten enthaltene Stoff unter Beobachtung: Über 40 schwere unerwünschte Wirkungen wurden mit der Einnahme in Verbindung gebracht.