Ausgabe Nr. 1 Jan./Feb. 2014

Editorial: Dr. Elke Brüser
wussten Sie, dass die Behörden im schönen Frankreich im Jahr 2011 rund 15.000 Masernerkran­kungen gezählt haben?
Finasterid gegen Haarausfall Mehr Haare, aber unfruchtbar?
Volles Kopfhaar ist der Wunsch vieler Männer. Wenn es weniger wird, probieren sie alles Mögliche aus. Dazu gehört auch ein Wirkstoff, der stark in den Hormonhaushalt eingreift. Das hat Folgen.
Mundgeruch Gesunde saubere Zähne sind das A und O
„Nimm mich jetzt, auch wenn ich stinke”...“ so kalauerte ein Gesangsduo der 1990er Jahre in seinem Nummer-1-Hit.1 Doch mit dem Mundgeruch ist das so eine Sache. Man nimmt ihn zum einen selbst nur selten wahr, zum anderen entsteht er oft nur phasenweise – aber ausgerechnet dann, wenn der Zeitpunkt ganz ungünstig ist.
Chlorhexidin zur Munddesinfektion Manch einer reagiert überempfindlich
Das desinfizierende Chlorhexidin steckt in vielen Arzneimitteln, beispielsweise in Gurgelmitteln oder Tabletten gegen Halsschmerzen, in Handdesinfektionsmitteln oder in Wund- und anderen Cremes, aber auch in Kosmetika und weiteren alltäglichen Produkten.
Wobenzym® für kranke Gelenke? Viel heiße Werbeluft
„Wobenzym® plus bei aktivierter Arthrose – so wirksam wie Diclofenac, so verträglich wie Placebo“, wirbt die Mucos GmbH im Internet für das „stärkste Wobenzym®, das es je gab“1. Das klingt verdächtig gut, beschreibt aber den tatsächliche Nutzen des Enzympräparats nicht realitätsnah.
Auf runden Wabbelsohlen Massai-Mythos contra Kreuzschmerz?
Rückenschmerzen – wer kennt sie nicht. Sie haben vielfältige Ursachen, und oft ist ihnen schwer beizukommen. Entsprechend variabel sind die Behandlungsversuche. Sie reichen von Wärmeanwendungen, Massage, Krankengymnastik, Verhaltenstherapie und Medikamenten bis zu Operationen.
Zahnpflege Im Alter wichtig
Heute haben viele ältere Menschen überkronte Zähne, Brücken und Zahnimplantate, die aufmerksamer Pflege bedürfen. Anders als früher stehen die „Dritten“ nicht mehr über Nacht im Reinigungsgefäß neben dem Bett.
Lebensabend Pflegeheim auswählen
Ihren Lebensabend verbringen viele Menschen nicht in den eigenen vier Wänden, sondern in einem Pflegeheim. Bevor über diesen Schritt entschieden wird, gilt es sich zu informieren. Dabei hilft ein neuer Ratgeber der Verbraucherzentrale NRW.
Blinder Fleck? Auch Journalisten sitzen Pharmalobbyisten auf
Journalistinnen und Journalisten werfen auf viele Zusammenhänge einen kritischen Blick. Und das ist gut so. Aber manchmal fragen sie die Falschen. Oder schlimmer, sie lassen sich dazu bringen, die Falschen zu fragen. Und berichten dann noch das Falsche. So geschehen am 21.08.2013 in der sonst durchaus kritischen NDR-Sendung ZAPP.
Wieder ein Survival-Buch? Überleben in Deutschlands Krankenhäusern”...
”...so lautet der Untertitel des Buches „Kliniken und Nebenwirkungen“ von Paul Brandenburg. Vieles wurde in der letzten Zeit zum Thema Missstände in Krankenhäusern diskutiert. Das Buch von Brandenburg geht diesen Weg der Aufklärung mit einer aufschlussreichen Perspektive weiter: Der Autor ist Arzt mit beruflich weitreichenden Klinikerfahrungen.
Aufgefrischt: Medical Tribune bekommt Ärger Berliner Ärztekammer wehrt sich gegen Irreführung
Im letzten Heft machten wir in „Werbung – Aufgepasst!“ (GPSP 6/2013, S. 28) auf eine perfide Werbestrategie aufmerksam: Als Fortbildung getarnte Beeinflussung von Ärztinnen und Ärzten. Als GPSP über die Veranstaltung von Medical Tribune berichtete, hatte diese noch nicht stattgefunden. Wir haben von der Ärztekammer Berlin (ÄKB) nun interessante zusätzliche Informationen erhalten, die unsere Befürchtungen bestätigen.
Kurz und knapp: Gerinnungshemmer Bei Magen- und Darmspiegelungen
Viele Menschen nehmen regelmäßig Arzneimittel ein, die ihre Blutgerinnung hemmen sollen. Dazu gehören etwa Personen mit Herzrhythmusstörungen oder mit neuen Herzklappen.
Kurz und knapp: Computertomografie Strahlenbelastung bedenken
Dass Röntgenaufnahmen in der medizinischen Diagnostik oft zwar wichtig sind, aber immer eine elektromagnetische Strahlenbelastung bedeuten, ist vielen Menschen bewusst. Wird eine Computertomografie (CT) gemacht, bei der mehrere Bilder aus unterschiedlicher Perspektive erstellt und vom Computer verarbeitet werden, ist die Strahlenbelastung höher.
Kurz und knapp: Lebendorganspende Eine Frage des Geschlechts
Von den etwa 800 Nieren, die in Deutschland 2012 als Lebendspende verpflanzt wurden, stammten 58,5 % von Frauen (also nur 41,5% von Männern). Gleichzeitig waren 64,4 % der Nierenempfänger männlichen Geschlechts (somit nur 35,6 der Empfänger weiblich).
Kurz und knapp: Karies in jungen Jahren Wie vorbeugen?
Es ist kein Geheimnis, dass Lebensmittel, die Zucker und Säure enthalten, für die ersten Zähne von Kleinkindern ganz besonders schädlich sind.
Müde auch am nächsten Tag Zolpidem bei Schlafstörung
Schlafstörungen sind belastend. Sowohl Übermüdung als auch das Gefühl, nicht ein- oder durchschlafen zu können, machen oft auch den Tag zur Qual. Häufig helfen Änderungen der Lebensgewohnheiten, aber manchmal ist eine fachkundige Behandlung wichtig.
Chronisch nierenkrank oder „nur“ falsch klassifiziert? Überdiagnostik bei älteren Menschen
Unsere Nieren leisten Enormes. Sie schaffen Abfall- und Giftstoffe über den Urin aus dem Körper und regeln unseren Salz- und Wasserhaushalt. Funktioniert dies nicht, besteht eine Niereninsuffizienz. Hält sie an, lautet die Diagnose meist„chronisch nierenkrank“.
Glosse: Antibabypille als Lebensretter
Was für eine gute Nachricht: „Frauenärzte leisten Krebsvorbeugung mit der ‚Pille'“, frohlockt die Pressemitteilung von GenoGyn1 gleich in der Überschrift. Bei all den Horrormeldungen sollte das bei den Journalistinnen und Journalisten mächtig viel Freude auslösen. Da lässt sich für Print, Funk oder TV endlich mal ein netter Beitrag basteln.
Nachgefragt: Mehr Transparenz Was für die einen Krankheit ist, ist für andere ein Geschäft
Immer wieder sind Patienten auch mit Geschäftemacherei im Gesundheitswesen konfrontiert: Hersteller von Medizinprodukten liefern schlechtes Material, Patente verteuern Arzneimittel und Diagnostik um ein Vielfaches, die Fortbildung in medizinischen Berufen wird von Pharmafirmen dominiert. Transparency International (TI) klärt Fachleute und die Öffentlichkeit darüber auf, wo unser Gesundheitssystem für Korruption anfällig ist.
Leserbrief: Nutzenbewertung
Zum Beitrag „Neue Arzneimittel auf dem AMNOG-Prüfstand: Was bringt die Nutzenbewertung für Patienten?“ (GPSP 6/2013 S. 10) erreichte uns folgende Mitteilung:
Warum Impfen? Masern sind kein Kinderspiel
Viele Infektionskrankheiten werden von Viren übertragen. Gegen diesen Typ von Krankheitserregern helfen keine Antibiotika, denn die sind nur gegen Bakterien wirksam. Der beste Schutz gegen Viren sind Impfungen. Manche Eltern tun sich schwer mit der Entscheidung, ihr Kind impfen zu lassen, zum Beispiel gegen Masern.
Freifahrschein fürs teure Medikamente Wie Pharmafirmen in den USA Patienten ködern
Wer in den USA ein Originalmedikament verschrieben bekommt, muss mehr zuzahlen als bei einer wirkstoffgleichen Kopie, dem Generikum. Weil Pharmafirmen weiterhin beste Umsätze mit ihren Originalpräparaten erzielen wollen, locken sie die Patienten mit Schnäppchenangeboten.
Gepanschtes: Dubioses Abnehmmittel – Leber kaputt!
Eine Serie zunächst unerklärlicher Erkrankungen hat im US-Bundestaat Hawaii für Beunruhigung gesorgt. Die Nachforschungen führten schließlich zu einem Nahrungsergänzungsmittel (NEM), das als „Fettverbrenner“ Gewichtsprobleme beseitigen soll.
Werbung - Aufgepasst! Keine einfache Lösung
Erkältungen mit Schnupfen, Husten und Heiserkeit sind gerade im Winter leidige Begleiter. Medikamente zur Selbsthilfe haben da Hochkonjunktur, und die Medien sind saisongemäß mit Werbung für Erkältungsmittel gespickt. Was verspricht die Werbung? Dazu ein Blick auf eine Anzeige für ACC® Akut 600, einem Renner unter den Hustenmedikamenten.