Ausgabe Nr. 1 Jan./Feb. 2010

Editorial: Dr. Elke Brüser
nicht immer sind unsere Informationen zu Ihrer Gesundheit leichte Kost. Auch in diesem Heft findet sich schwer Verdauliches.
Kopfläuse, Was tun wenn es krabbelt
Kopfläuse, Was tun, wenn es krabbelt?Kopfläuse sind lästig und unangenehm. Wenn Kinder Läuse haben, hilft nur eine konsequente Behandlung. Dafür stehen mehrere Methoden zur Wahl. Keine ist hundertprozentig wirksam und alle haben Vor- und Nachteile. Unsere Übersicht kann Ihnen bei der Auswahl helfen.
Tamiflu®: Zweifel an der Wirksamkeit Studiendaten unter Verschluss
Tamiflu®: Zweifel an der Wirksamkeit Studiendaten unter Verschluss Der Nutzen des Wirkstoffs Oseltamivir (Tamiflu®), der Infektionen mit Grippeviren bekämpfen soll, ist seit seiner Marktzulassung umstritten. Dennoch haben Regierungen, etwa in den USA und Deutschland, im Jahre 2005 aus Furcht vor einer Grippe- oder Vogelgrippeepidemie große Vorräte einlagern lassen.
Den Zoster zähmen? Impfstoff gegen Gürtelrose
Den Zoster zähmen? Impfstoff gegen Gürtelrose Nach einer Windpocken-Erkrankung können Viren, die diese Infektionserkrankung auslösen, jahrzehntelang in bestimmten Nerven überdauern. Normalerweise hält unser Immunsystem die verborgenen Viren in Schach. Wird das körpereigene Abwehrsystem jedoch geschwächt, können sie wieder aktiv werden. Es entwickelt sich dann eine Gürtelrose.
Blaulichtalarm Bunte Brillen als lukratives Geschäft
BlaulichtalarmBunte Brillen als lukratives GeschäftLicht ist lebenswichtig, und die Welt der Farben für uns Menschen ein Genuss. Aber braucht man deshalb ein Set von elf verschiedenen Farbbrillen zum Wechseln?
Preiswerte Medikamente blockiert! Markenhersteller behindern Generikafirmen
Preiswerte Medikamente blockiert! Markenhersteller behindern Generikafirmen Pharmafirmen nutzen die komplizierten Regelungen des Patentrechts, um Generikafirmen zu behindern. Deshalb dauert es oft länger, bis nach Ablauf der Patente preiswerte Nachfolgeprodukte (Generika) in den Handel kommen. Für Patienten und Krankenkassen entstehen dadurch unnötige Kosten. Das ergibt eine Untersuchung der EU-Kommission, im Zuge derer auch die Zentralen von Arzneimittelfirmen durchsucht wurden.
Glosse: Der Arzt als Werbeträger
Der Arzt als Werbeträger, Noch dürfen Arzneimittelfirmen nicht in aller Öffentlichkeit für ein Medikament werben, das verschreibungspflichtig ist. Dabei wollen sie doch eigentlich nur für gute Information sorgen – sagen sie jedenfalls. Das probieren sie zumindest seit eh und je auf medizinischen Fachkongressen, unterstützt von Kugelschreibern, Notizblöcken, Naschwaren oder Leinentaschen, auf denen die Konzerne sich und ihre Präparate bekannt machen. Genau dieser Usus brachte einen Arzt kürzlich in die Bredouille.
Propolis: Bienenkitt für Menschen?
Propolis: Bienenkitt für Menschen? Propolis ist eine harzige Masse, die Honigbienen herstellen, um ihren Bienenstock abzudichten. Seit Jahrhunderten wird der Bienenkitt weltweit in der Volksmedizin verwendet. Noch heute empfehlen viele Bücher Propolis als Hausmittel bei Erkältungen, Halsschmerzen, Magenbeschwerden oder Sonnenbrand. Getränke mit Propolis sollen ganz pauschal Krankheiten vorbeugen. – Aber lässt sich ein Nutzen wissenschaftlich belegen?
Nachgefragt: Der Eindruck täuscht Warum Arzneimittel überschätzt werden
Nachgefragt, Der Eindruck täuscht Warum Arzneimittel überschätzt werden, Ob ein Medikament auf den Markt kommen darf, entscheiden Arzneimittelbehörden, nachdem sie die Studiendaten der Hersteller gesichtet haben. Ausschlaggebend für Zulassungsbehörden wie das deutsche BfArM oder die europäische EMA sind die klinischen Studien mit Patienten. Es wird das Verhältnis von Wirksamkeit und Schaden einer Therapie abgewogen. Über den tatsächlichen Nutzen eines neuen Wirkstoffs für Kranke sagt die Zulassung allerdings wenig aus.
Eine neue „Pille danach“ Was bringt Ulipristal (ellaOne®)
Eine neue „Pille danach“, Was bringt Ulipristal (ellaOne®), Vor etwa 10 Jahren ist mit Levogynon® die erste „Pille danach“ auf den Markt gekommen, die ausschließlich das Gestagen Levonorgestrel enthält. Sie soll nach ungeschütztem Sex eine Schwangerschaft verhindern. Jetzt gibt es wieder eine neue Variante der „Pille danach“. Hat sie Vor- oder Nachteile?
Riskantes für Bodybuilder
Vorsicht! Gepanschtes aus dem Internet, Riskantes für Bodybuilder Das Schweizerische Heilmittelinstitut Swissmedic geht davon aus, dass „der illegale Arzneimittelhandel die globalen Dimensionen des organisierten Verbrechens erreicht hat“. Bei Arzneimittelbestellungen auf unkontrollierten Webseiten besteht ein hohes Risiko, gefälschte, qualitativ schlechte und gefährliche Produkte zu erhalten.
Werbung - Aufgepasst!
Werbung - Aufgepasst!
Kurz und knapp: Endlich: Sibutramin (Reductil®) vom Markt
Als die Abnehmpille Rimonabant (Acomplia®) Ende 2008 vom Markt genommen wurde, forderte GPSP: „Auch Sibutramin muss weg“. Es sei „überfällig“, dass auch der Appetithemmer Sibutramin (Reductil®) aus dem Handel gezogen werde.
Kurz und knapp: Mittelohrentzündung: Nicht immer gleich Antibiotika
Ohrenschmerzen sind höchst unangenehm, besonders heftig sind sie bei einer Mittelohrentzündung. Die zählt bei Kindern zu den häufigsten Infektionskrankheiten und ist oft Anlass für eine antibiotische Therapie.
Kurz und knapp: Knicklichter: Unbekannte Chemie
Gerade in der dunklen Jahreszeit machen sie was her: Knicklichter, die in bunten Farben leuchten, sobald man sie knickt oder eindrückt oder heftig bewegt. Der Spaß erscheint auf den ersten Blick ungefährlich, weil keine offene Flamme entsteht.
Kurz und knapp: Beratung ade! Medikamente vom Textildiscounter
Wir lesen: „medpex, die reichweitenstärkste Versandapotheke Deutschlands, und der große Textildiscounter NKD haben eine langfristige Vertriebs- und Marketingaktion gestartet.“ Darüber sind wir ein wenig erstaunt.
Kurz und knapp: Demenz: Ginkgo biloba hilft nicht
Es ist nicht neu, aber es kann nicht oft genug betont werden: Studien, die die Wirksamkeit von Ginkgo-Präparaten auf Entstehung und Verlauf von Demenzerkrankungen untersuchen, finden keinen Nutzen.
Kurz und knapp: Nüchtern werden: Nicht mit Koffein
Viele denken, sie könnten mit einer Tasse Kaffee oder einem Koffein-haltigen „Energy-Drink“ schneller wieder nüchtern werden und sich sogar ans Steuer setzen.
Kurz und knapp: Für Jugendliche: Medikamentenwerbung analysieren
Die Pharma-Kampagne in Bielefeld12 lädt auf ihrer neuen Website www.pillenchecker.de Jugendliche dazu ein, sich kreativ mit dem Thema Arzneimittelwerbung ausein­­ander zu setzen. Bis zum 31. März 2010 können 12- bis 17-Jährige dort eigene Beiträge einsenden.